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EM Maarsbergen 2019 bereits wieder Geschichte

22/7/2019

Wir sind gesund und nicht ganz so enttäuscht, wie man vielleicht denken würde von Maarsbergen NED zurückgekehrt. Nachstehender Abschnitt eines schönen Songs beschreibt unseren Aufenthalt in den Niederlanden perfekt.

 

Ey, es wär' schön blöd, nicht an Wunder zu glauben
Und es wär' zu schön, um es nicht zu riskieren
Und auch wenn viel zu viel dagegensteht
Wir wissen eigentlich, wie's besser geht
Ey, dann wär' schön blöd, nicht an Wunder zu glauben
Ey, nicht an Wunder zu glauben 

 

An Wunder - Wincent Weiss

 

Ja, nach unseren missglückten Vorbereitungsturnieren hätten wir ein Wunder gebraucht, dass es klappt, doch wieso nicht an Wunder glauben? Schafft es Violetta wie letztes Jahr, am Tag X über sich hinaus zu wachsen? Ja, es wäre zu schön, um es nicht zu riskieren und zu versuchen. Doch beginnen wir von vorne: 

 

Unglaublich! Nach einer langen Fahrt durch die öde Industrielandschaft nahe Köln und die modernen industriellen Neubauten der Niederlande, welche sich entlang der Autobahn nur so häuften, kamen meine Mutter, Violetta und ich an den Europameisterschaften der Jungen Reiter an. Wer hätte das gedacht? Nach all unseren Hochs und Tiefs seit wir unseren Weg gemeinsam gehen. Wir wurden in Maarsbergen sehr herzlich willkommen geheissen, und es war von A bis Z top organisiert.

 

Leider gingen wir bei den Jungen Reitern als zwei Einzelreiter an den Start, da wir für ein Team mindestens drei hätten sein müssen. Nach der ersten Verfassungsprüfung begannen "die Spiele" am Mittwoch mit der Eröffnungsfeier und einem aufwändig inszenierten Freilichtspiel, welches die Geschichte des 400 Hektaren grossen Landguts Maarsbergen erzählte. Pferde, Falken, Esel, Ziegen und eine riesige Hundeschar war inbegriffen. Abgesehen davon, dass es bereits da kalt und regnerisch war, fand ich es sehr gemütlich und unterhaltsam. 

 Unser Equipenchef Heinz Scheller konnte mich in der Dressur auf den Donnerstagabend setzten, was ich mir aufgrund des Wetters so wünschte. Violetta fühlte sich sehr locker und motiviert an. Im Viereck war sie einmal mehr total zuverlässig, leider hatten wir zwei kleine Patzerchen, was uns ein Resultat über 70% verwehrte, doch natürlich waren wir alle auch mit 30.00 Strafpunkten sehr zufrieden. Das bedeutete der sehr gute 12. Zwischenrang. 

 

Das Gelände war sehr taff, aber machbar, und wir waren uns alle einig, dass Violetta "wollen" muss, sonst habe ich keine Chance da durchzukommen. Schon früh war klar, dass sich die Befürchtungen bewahrheiten und das Cross klassieren wird. Zudem fing es zeitweise noch stark zu regnen an. Von den ersten 22 Reiter kamen 12 nicht ins Ziel, und das starke deutsche Team platzte bereits nach den ersten zwei Reitern. Es gab immer wieder Unterbrüche, da es Stürze gab und Sprünge wieder hergerichtet werden mussten. Doch Violetta und ich mögen solche technisch anspruchsvolle Aufgaben. Also starteten wir in die Schlacht, ich ritt mit dem Messer zwischen den Zähnen und Violetta spielte nicht schlecht mit. Bei der Kombination 4AB bemühte sie sich sehr und die Ecken 6AB meisterte sie in einem Zug, danach ging es in den Wald hinein. Die Acht war ein aus einem Loch schräg zu springenden Baumstamm auf einer Lichtung. Als ich auf die Lichtung einritt, liess sich Violetta etwas von den Regenschirmen rundherum ablenken, doch ich konnte sie wieder sehr gut zu mir holen. Leider waren zu unserem Pech genau hinter dem Sprung vier Leute mit Schirmen, und man war erst sehr spät vor dem Sprung gerade gerichtet, also erschreckte sie erneut ein wenig und konzentrierte sich nicht mehr auf das Hindernis. So wurde der Absprung natürlich unmöglich. Nach erneutem Anritt meisterten wir diesen Sprung und einige darauffolgende Aufgaben sehr gut, und Violetta kämpfte auch richtig mit. Leider machte sie das auf eine schmale Tripplebarre, welche mit einem Galoppsprung auf einen Aufsprung folgte nicht mehr... So mussten wir nach einem weiteren Vorkommnis die Alternative nehmen. Nachdem sie einen anspruchsvollen Graben mit einer schrägen Brücke darüber sprang, war dann jedoch beim Wassereinsprung endgültig Ende der Reise. Das zahlreiche Publikum klatschte als ich am langen Zügel durchs Wasser ritt, und viele machten Komplimente, dass wir das richtig gehandelt hätten, da es zuvor am Komplex sehr viele unschöne Bilder gab. 

 

Da ich genau wusste, dass es sehr schwer werden wird, vor allem wenn Violetta nicht mehr voll und ganz mitspielt, war ich auf eine solche Situation vorbereitet. Ausserdem kamen wir doch weiter als einige. Ich will das nicht schönreden, denn zufrieden bin ich natürlich nicht. Doch wir wussten wo wir standen, und ich habe mein Bestes gegeben. Deshalb bin ich nicht unglücklich mit dem, was passierte. Wunder gibt es schliesslich nur selten. 

Doch was für ein perfektes Championat wäre das für Kabuga gewesen... Ihr geht es übrigens super und befindet sich im Aufbau!

Nachdem ich am Sonntag das Junioren-Team im Springen anfeuerte, gönnten Violetta und ich uns einen schönen Ausritt auf den sandigen Wegen im Wald des Landguts Maarsbergen. :-)

 

Ich sprach von diesem Erlebnis und wie weit Violetta und ich gekommen sind, doch das wäre nicht möglich ohne ein Wahnsinns - Team im Hintergrund und den besten Sponsoren der Welt. Danke, dass ihr an mich glaubt und mich zu Hause und auch zahlreich (!!!) vor Ort unterstützt habt. Ich fühle mich von euch getragen und bin stolz darauf, auf euch zählen zu können. Ich hoffe ich kann euch in Zukunft alle Stolz machen und dieser Unterstützung gerecht werden. 

 

CS Schaffhausen

Eine Woche vor unserer Abreise in die Niederlande nahmen Dressman und ich an Springprüfungen in Schaffhausen teil. Am Donnerstag wurden wir in einem Umgang über 130 Zentimeter mit einer geschickten und flüssigen Runde, mit einem Rückstand von 6  Hundertselsekunden, Zweite. Im zweiter Umgang über 135 Zentimeter fiel in der ersten Phase eine Stange in den Sand. Am Sonntag folgte dann das Ostschweizer R-Championat über 130 Zentimeter. Der Parcours war sehr anspruchsvoll gebaut und bestand fast nur aus Linien und Distanzen. Uns gelang ein sehr stilistischer Ritt, doch leider patzten wir am zweitletzten Hindernis. Doch da es sehr viele mit vier Punkten gab, wurde um die Bronzemedallie gestochen. Da ritt ich um alles oder nichts, und leider ging das nicht ganz auf, doch ich bin mit dem Verlauf sehr zufrieden, und ich konnte erneut viele Erfahrungswerte mitnehmen. Vor allem hinsichtlich meiner erste Schweizermeisterschaft im Springreiten nächste Woche in Maienfeld. Ein grosses Dankeschön an die Besitzerin von Dressman, Evi Bienz, die mir mit Dressman ein wunderbares Pferd zur Verfügung stellt, mit welchem ich diese Erfahrungen so spielerisch machen kann.

In Maienfeld wird am Freitag die Qualifikationsprüfung für den Final am Samstag stattfinden. Jede Unterstützung ist willkommen! 

 

Die Agenda ist aktualisiert. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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