4* Debüt gelungen und Aquila auf dem Podest.


"Ich bin so dankbar, ein Pferd wie Schöggeli zu haben, um all diese Crossstrecken in Angriff zu nehmen. Es ist einfach eine Wucht, wenn ich mit ihm aus der Startbox galoppiere und über das Gelände fliege. Wir passen aufeinander auf und er möchte immer auf die andere Seite des Sprungs.", mein Statement nach unserem makellosen 4*-Crossritt in Montelibretti letzten Sonntag.


Doch angefangen hat es natürlich mit der Dressur am Donnerstag. Mein Ziel war es 65% zu erreichen, mit der 65.1% Bewertung unserer ansprechenden Vorstellung haben wir das auch erreicht. Ich ritt die Aufgabe locker durch, wollte nicht zu sehr auf Ausdruck setzten, um mich mit Toblerone (Schöggeli), im Besitz von Nicole Basieux, an das neue Programm herantasten zu können. Dieser Plan ging auch auf und wir ritten entspannt ohne Patzer bis zum Schlussgruss. Im Springen (unserer im Moment ;-) unsichersten Teildisziplin) setzte ich mir das Ziel, nicht mehr als zwei Fehler zu haben. Auch dies erreichten wir mit zwei Stangen. Obwohl, beim Zieldurchritt freute ich mich darüber, nur einen Fehler zu haben, da der zweite ein so leichter Fehler war, dass ich die Stange gar nicht fallen hörte...

Am Samstag ritten die Teilnehmer der langen Viersterne bereits eine beinahe identische Strecke, welche aber, wie die Bezeichnung verriet, zehn anstatt sieben Minuten dauerte. Leider fielen da auffällig viele Reiter vom Pferd... Doch als ich am Sonntag selbst auf die Strecke ging, musste ich mir keinen Moment Sorgen machen, dass Schöggeli mich verlieren könnte. Aus meiner Erfahrung mit ihm aus den Dreisternecross' weiss ich, dass uns das schnelle Reiten liegt und so drückte ich von Beginn weg aufs Gas. Denn aus meiner Montelibretti-Erfahrung weiss ich, dass die Zeit im Cross immer entscheidend ist für die Klassierierung. Also wollte ich es versuchen, denn ich hatte den Wunsch (Ja richtig, nicht Ziel, denn ich wollte mich nicht hemmen in mein Pferd hineinzuhören, nur weil ich einem Ziel hinterherjage) das Turnier unter 45 Strafpunkten zu beenden. Da wir ohne Fehler in der Zeit voller Freude nach Hause kamen schafften wir das auch und beendeten die Prüfung auf dem guten vierten Schlussrang.

Ich wollte mir meine Ziele ambitioniert und realistisch stellen und ich denke, das ist mir genau richtig gelungen. Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl für die Zukunft.


Jetzt noch zu Aquila, im Besitz von Tanja Weber, welche auf keinen Fall ausser Acht gelassen werden sollte! Im Dressurviereck ist sie immer noch angespannt genug, doch die technischen Aspekte werden immer besser und besser. Danach war sie einfach ohne wenn und aber fantastisch. Siebzehn Jahre alt, drittes internationales Turnier, eine Dreisterneprüfung und ich konnte sie vor dem Ziel des Cross' kaum bremsen. Zudem sprang sie einen wunderschönen Springparcours. Somit war sie das einzige Pferd, welches auf dem Dressurresultat beendete und arbeitete sich mit dieser Leistung auf den zweiten Schlussrang vor! Was für eine aussergewöhnliche Stute!


Marbach


Ja, ich habe den Bericht von Marbach nicht vergessen und liefere ihn hiermit nach.

Ich startete mit Victoryhope Treille, im Besitz von Peter Attinger, und Esi Cooley, im Besitz von Peter Attinger und Konrad Fischer, in der sehr stark besetzten CCI2*-S. Esi konzentrierte sich im grossen Stadion und zeigte sich von ihrer besten Seite im Viereck. Sie erreichte sehr gute rund 68 Prozent am Donnerstag. Vicky fühlte sich diese Woche fantastisch an. Nach starkem Schneefall am Freitagmorgen fing es am Mittag stark zu winden an. Doch auch bei diesen sehr schwierigen Verhältnissen riss er sich so gut es ging zusammen. Leider fehlte ihm die letzte Gelassenheit, um unser Bestes zu zeigen. Aber auch er wurde mit rund 68 Prozent bewertet.

Im Springen drehten beide Pferde sehr sichere Runden, lediglich bei Esi fiel eine Stange in den Sand. Der Boden der Geländestrecke war schon eher tief aufgrund der starken Niederschläge, doch ich hatte jederzeit Grip und auch die beiden Vierbeinern gingen super damit um. Für Esi war es einmal mehr eine riesige Herausforderung, doch wir stellten uns dieser und erreichten das Ziel! Es holperte und schüttelte zwar zwischendurch und wir mussten zwei Mal genauer hinschauen bei den Hindernissen, doch ich bin sehr sehr stolz, dass wir und da hindurch gekämpft haben.

Vicky galoppierte locker in der Zeit nach Hause und beendete auf dem Dressurergebnis und auf dem sehr guten neunten Schlussrang.


In Swiss Eventing Sache


Wie einige von euch mitgekriegt haben, hat die Schweiz den Zuschlag für die Durchführung der Elite EM 2021 in Avenches bekommen.

Ausserdem hat sich die Schweiz 2019 zum ersten Mal seit 1996 ein Teamticket für die OS in Tokyo gesichert. Zu dieser verrückten Reise wurde ein Buch mit verschiedenen Statements aller Reiter, Trainer, usw. zusammengestellt.

Es gibt jetzt verschiedenen Wege Swiss Eventing zu unterstützen, sei es mit dem Crowdfunding für die EM oder einem Kauf dieses Buches.

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