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Von A bis M perfektes Wochenende in Le Pouget

21/11/2019

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Von A bis M perfektes Wochenende in Le Pouget

21/11/2019

 

Dieses Mal zog es uns in eine völlig neue Region Europas. Nämlich nach Le Pouget, was nur wenige Kilometer oberhalb von Montpellier liegt. Mir gefiel Südfrankreich schon bei der Hinfahrt, und wie sich herausstellte meinte es auch das Wetter die ganze Woche über gut mit uns. Regnete es doch nur an einem Abend äusserst gnädig, währendessen den Leuten in Italien wohl beinahe Schwimmhäute wuchsen. Leider hatten wir dafür sonst ziemliches Pech, denn wir waren mit Kabuga für die Qualifikation für die Europameisterschaft nächstes Jahr hierhin gefahren. Doch dieses Jahr ist in Kabugas Hufen der Wurm drin. 

Als ich sie zum ersten Mal rausnahm zum Reiten bemerkte ich, dass sie etwas lahm geht. Kaum bemerkt, wurde es von Moment zu Moment schlechter. Ein relativ grossflächiger Hufabszess an der Sohle machte ihr diese Schmerzen. Die Tierärztin konnte ihn aber bereits an diesem Abend etwas öffnen, und somit wurde sie vom Druck befreit. Eine Teilnahme an dem Turnier war leider nicht möglich, aber bereits am Freitag lief sie wieder lupenrein und top motiviert auf einem Ausritt mit meiner Mama und Amaris und mir. Richtig doofes Timing, aber in solchen Momenten denke ich immer: Vielleicht hat es uns vor einem anderen Übel bewahrt. Doch Kabuga fiel die ganze  restliche Woche beinahe aus der Boxe, wohl in der Hoffnung, dass wir bald ins Cross starten können. :-) 

 

Die andere Hälfte war jedoch suuuuupeeeer erfreulich. Auf Amaris wartete seine erste und zudem taffe Zweisterne, doch er ging mit dieser Herausforderung um, als hätte er nur auf diese Möglichkeit gewartet. Wir begannen mit einer ordentlichen Dressur, und ich bekam meine erste Note 10 in einem Dressurprotokoll! Abgesehen von meinen sehr ambitionierten Führzügelklasse-Jahren. ;-) Irgendwie witzig und toll, dass ich das mit Amaris erreichte. Wir bauten auch einen perfekten fliegenden Wechsel in die Aussengalopptour ein, was aber leider nicht die Meinung war. Somit verloren wir mit diesem Patzer einige Punkte. Wie auch immer, nach einem freien Tag und einem tollen Ausritt mit Kabuga und Mama wartete am Samstag der Springparcours auf uns. Im Springparcours drehten wir eine fast perfekte Runde, bei dem "fast" fiel leider eine Stange in den Sand. Wir waren mehr als zufrieden mit diesem Resultat, denn es ist nicht selbstverständlich. Zudem war es super zu fühlen, wie er sich bemühte und voll dabei war.

 

 

Nun folgte das Cross, und da gab es einiges zu springen. Ich machte mir beim Abgehen viele Gedanken, wie ich seine Kräfte am besten einteile, was ich mache, wenn er nicht so mag wie erwartet, oder wie ich ihn ohne viel Druck zum vorwärts galoppieren bringen kann. Denn alle, die ihn kennen, wissen, dass er das nicht so einfach macht wie andere. Die Bedingungen waren perfekt. Die Luft war frisch, und doch schien die Sonne für uns. Auch das Terrain war flach, jedoch gab es im Kurs schon einige Hügel und Senkungen, die Kraft beanspruchten. Amaris nutze diese optimalen Voraussetzungen voll und ganz und lief zu absoluter Hochform auf. Er war aufmerksam, mutig und galoppierte das sechsminütige Cross bis zum Ende richtig gut durch. Zudem sprang er jede Aufgabe super sicher und mit gespitzten Öhrchen. Ich konnte es im Ziel kaum glauben, denn dieser kleine Mann meistert einfach jede Herausforderung mit so viel Herz. Unser Selbstgemachter musste sich also nur einen Stangenfehler zum Dressurergebnis anrechnen lassen und konnte sich sogar auf dem 10. Rang klassieren. 

 

 

"Amaris hat definitv das Herz eines Champions und ich denke dieser kleine Braune wird noch oft über sich hinauswachsen."

~Ich, Anfang 2017, beim erstellen dieser Homepage

 

Ein Kommentar auf Instagram von einer Reitkollegin hat mich sehr berührt: "Super Nadja! Daran zu glauben, kann Berge versetzten." Ich bin so stolz auf seine Leistung, denn vor noch nicht allzu langer Zeit hätte weder ich noch sonst jemand gedacht, dass er so etwas springen und rennen kann. Ich möchte keine Pläne mit ihm schmieden, aber ich werde die zukünftigen Momente mit ihm geniessen und bin gespannt, wo sein Weg ihn hinführen wird. Ich möchte auch noch kurz seine Mama, Contess, erwähnen, denn wir haben ihn vielleicht ausgebildet, aber sie hat definitiv den grössten Teil zu diesem Goldjungen beigetragen. :-) Speziell für mich, denn ich habe mit 13 Jahren die Springlizenz mit ihr gemacht und meine ersten Regionalkaderjahre mit ihr gemeistert.

Wie auch immer, Amaris ist einfach ein ganz besonderer Junge. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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