Hallooo, da bin ich wieder!

Ich muss zugeben, dass ich mich etwas schwer tat, nach der Corona-Pause wieder zu tippen. War ich es mich doch nicht mehr gewohnt. Und als ich dann noch Ende des Lockdowns, aus Versehen, einen von mir geschriebenen Bericht löschte, rutschte ich wohl in einen kleinen Corona-Schreib-Blues ab.

Jetzt bin ich aber in alter Frische zurück und voller Euphorie, euch alles Geschehene zu erläutern, denn es gibt vieles. Doch lest selbst:

In Barroca lebten wir in einer heilen Welt. Die Realität weit weg. Doch zu Hause wurde uns dann schnell klar, wie ernst die Situation war, und ehe man es sich versah, wurde bereits alles geschlossen. Während des Lockdowns konnten sich die Reiter ja privilegiert schätzen, denn wir durften noch zu den Pferden. Somit veränderte sich für mich persönlich nicht sehr viel zu Hause, ausser, dass wir versuchten, das Unfallrisiko möglichst klein- und die Auflagen einzuhalten.

Als dann die ersten Lockerungen kamen, besuchte mich eine Nachwuchsreiter-Kameradin, Lya Dietrich, mit ihren zwei Pferden. Aus einem Jux wurde Wirklichkeit, und wir trainierten einige Tage zusammen. Ernst Wettstein kam für ein Dressurtraining zu uns, und das Allerbeste war: Wir stellten eine hauseigene Crossstrecke auf. Diese hatte ein gutes Niveau und war 2674 Meter lang! Wir nutzten jede gemähte Wiese und in diese, die es nicht waren, mulchte mein Vater eine Piste. Es war ein absoluter Traum, und da unser Gelände sehr kupiert ist, war es für uns und die Pferde fordernd und ein perfektes Training. (Instagram Link - Highlight "Corona XC) Nach Lyas Abreise kam eine weitere talenierte, junge, jedoch etwas unerfahrenere Nachwuchsreiterin, Sina Schett, zu uns, um optimal zu trainieren. Auch das machte ebenfalls grosse Freude!

Heimcross (fast die gesamte Strecke):

In den Wochen darauf machte ich noch ein weiteres Trainingscross bei Heinz Scheller in Schleitheim, welches ebenfalls alle Pferde super meisterten, und fuhr zu einem Training nach Avenches bei Peter Hasenböhler. Carrera startete nach weiteren Lockerungen ebenfalls in Schleitheim in der B2 Geländeprüfung. Sie war fabelhaft und klassierte sich. Umso toller nach dem, was sie im letzten halben Jahr durchmachen musste. Auch an Trainingsspringen und Turnieren waren wir wieder unterwegs. Die grossen Erfolge blieben noch aus, doch ich konnte sicher wieder viel lernen und super Erfahrungen machen.

In dieser Zeit besuchte ich auch zweimal einen Dressurlehrgang bei Bettina Hoy und noch ein Crosstraining bei Felix Vogg, um alles etwas aufzufrischen, bis dann letztes Wochenende unsere erste "Masterclass Swiss Eventing" anstand:

Was ist das? - Link fnch.ch

Ich konnte es kaum erwarten, am Donnerstag Abend endlich nach Avenches abfahren zu können. Nachdem ich erfuhr, dass das Cross im Innenraum der Pferderennbahn stattfinden wird und wir über viele Mails und zwei Zoom-Meetings mit dem Schweizer Team über diese kompetitiven Trainings informiert wurden, platze ich fast vor Vorfreude! Unglaublich, was alle Verantwortlichen da aus dem Boden gestampft haben. Ich bin so wahnsinnig dankbar, dass ich zu dieser Zeit reite und von diesen unglaublichen Events profitieren darf.

Am Freitag ritt ich, nach dem ersten Vet-Check, mit Kabuga und Toblerone je eine Dressur und einen sehr anspruchsvollen, aber schön zu reitenden Springparcours. Ich startete mit beiden in der Kategorie 3*. Toblerone war leider im Dressurviereck etwas gespannt und Kabuga bewegt sich langsam in etwas andere Bewegungsphären, doch auch das müssen wir zuerst noch besser festigen. Also war ich mit den Programmen nicht unzufrieden, doch sie waren schlicht nicht gut genug. Weiter üben. :-) Der Springparcours von Schöggeli war super, leider verwehrte ich ihm eine Nullrunde, da ich an einem Sprung Tomaten auf den Augen hatte... Bei Kabuga ist zu erwähnen, dass ich an einem vorangegangen Springturnier ziemliche Mühe hatte, mich mit ihr "zu finden", deshalb war ich glücklich mit unserem Parcours vom Freitag, obwohl zwei Stangen in den Sand fielen.

Crooooosstaaaaag! Und was für einer! Beide flitzten, bei perfekten Bedingungen, ohne Mühe über den Kurs. Speziell war noch, dass ich mit Kabuga zum ersten Mal AUF den Schauplatz ihrer vorherigen Rennkarriere zurückkehrte. Als ich über die Bahn zum Start ritt, hatte ich schon das Gefühl, dass sie den Kopf etwas anders hält als sonst. Doch kaum aus der Startbox legte sie einmal mehr eine solche Überlegenheit auf den Platz. Ihre Ohren waren von Anfang bis Ende so gespitzt, dass sie ihr fast vom Kopf fielen. Und die Galoppstrecken auf der inneren Steeplerbahn... Ach wie haben wir die genossen! Ich hatte richtig das Gefühl, dass ich meiner kleinen Kriegerin damit eine riesige Freude machte und ihr richtig was zurück geben konnte.

Seht selbst (Lohnt sich mit Ton zu hören ;-)):

Der Sonntag startete erneut mit einem Vet-Check. Danach ging es noch einmal in ein anspruchsvolles Springen. Beide waren super frisch! Jetzt machte der Reiter seinen Job von A bis Z einigermassen richtig und Schöggeli hatte seine verdiente Nullrunde. Auch Kabuga war toll und wir machten einen richtig guten Parcours und beendeten mit einem Fehler. Am Sonntag durfte ich zudem mit Amaris ein Zweisterne Springen und Cross reiten. Uns unterlief ein kleiner Fehler im Springen, doch auch er war im Cross makellos!

Diese Masterclasses finden ab jetzt im drei Wochen Rhythmus statt und werden mit einer internationalen Prüfung inklusive der SM der Elite und Jungen Reiter Mitte September abgeschlossen. Lohnt sich am Samstag auch immer sehr zum zuschauen.

Agenda

Nach den ersten Lockerungen gab ich ein Interview über "Mental Stark Reiten". War spannend, sich einige Dinge bewusster zu werden und etwas auf die Vergangenheit zurückzublicken:

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Auf dem Weg nach Avenches

Ich sitze auf dem Beifahrersitz, die Pferde im Anhänger, auf dem Weg nach Avenches. Es fühlt sich an wie in einem Traum. Ich weiss noch, wie ich zum ersten Mal in Avenches war, völlig hin und weg von

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